Widerstand gegen Bebauungspläne für Grünfläche in Innenstadt

In einer Bürgerinformationsveranstaltung stellte der Erste Beigeordnete der Stadt Dormagen, Robert Krumbein, am vergangenen Donnerstag im Ratssaal die Pläne der Verwaltung vor, an der Ecke Hardenbergstraße/Nettergasse bis zu 15 neue Wohneinheiten zu schaffen. Bei vielen Anwohnern trifft dieses Vorhaben auf Widerstand. Eine Bürgerinitiative zum Erhalt dieser „Grünen Oase“ in der Innenstadt soll sich in Gründung befinden.

Auf dieser Grünfläche an der Ecke Hardenbergstraße/Nettergasse sollen bis zu 15 neue Wohneinheiten entstehen. (Foto: -oli)

Die Fläche, die etwa 1.370 Quadratmeter groß ist und deren Eigentümer die Stadt ist, soll an einen Investor verkauft werden. Der soll dort Objekte im Geschosswohnungsbau errichten. Die Planungen der Kommune sehen zwei Geschosse plus Dachgeschoss vor, möglichst viele der vorhandenen Bäume sollen erhalten werden. Das Ziel seien „seniorengerechte barrierearme Wohnungen in bedarfsgerechten Größen“, so Krumbein. Der Investor soll selber entscheiden, ob er sie als frei finanzierte Mietwohnungen oder als Eigentumswohnungen vermarktet. Der aktuelle Bodenrichtwert sieht 300 € pro Quadratmeter vor. Die Verwaltung habe drei mögliche Platzierungen von zwei Häusern auf dem Areal schon mal angedacht, Architektenpläne gebe es aber noch keine. Im Planungsausschuss am Mittwoch, 10. Oktober, – Sitzungsbeginn ist um 17.30 Uhr, ebenfalls im Ratssaal im Neuen Rathaus – werde das Investorenprojekt mit der Politik diskutiert. Im Hauptausschuss am 30. November soll bereits eine Entscheidung für die „Innenraumverdichtung“ getroffen werden. „Müssen wirklich solche schönen Grünflächen, mit vorhandenem altem Baumbestand im Herzen der Innenstadt, bebaut werden?“, fragt sich nicht nur die Familie Mucha, die an der Nettergasse zuhause ist. Sicherlich wachse der Wohnungsbedarf, aber bei der hohen Anzahl der kommenden Bauprojekte wie an der Friedrich-Ebert-Straße, Römerstraße, das Beethovenquartier und im Malerviertel III mit insgesamt weit über 1.200 neuen Wohneinheiten werde dem schon entgegenwirkt, schrieb Frank Mucha der Redaktion. Es gebe andere geeignete Baulücken. Da müsse es nicht gleich auf so eine Grünfläche gehen. (-oli)

Kommentare sind geschlossen.