Viel Geduld auf Weg zur Autobahn erforderlich

Wer dieser Tage als Berufspendler von Dormagen auf die Autobahn (A) 57 Richtung Krefeld möchte, der sollte vor allem morgens viel Geduld und gute Nerven mitbringen – und deutlich früher losfahren als sonst. Seitdem die „Zuflussregelungsampel“ an der Autobahnauffahrt in Betrieb ist, sind Staus im Bereich der Provinzialstraße und Verkehrschaos im Kreuzungsbereich zu der Autobahnauffahrt morgens normal.

Morgendliches Verkehrschaos im Kreuzungsbereich der Provinzialstraße zur A57-Auffahrt Richtung Krefeld. (Foto: -oli)

„Ziel und Zweck der Anlagen ist es, auf die Autobahn auffahrende Fahrzeugpulks in Einzelfahrzeuge aufzuteilen, um den Verkehr auf der Autobahn im Fluss zu halten. In Abhängigkeit von der Verkehrssituation besteht für jeweils ein oder zwei Fahrzeuge die Möglichkeit aufzufahren. Dabei werden die Anlagen immer dann aktiviert, wenn das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn zunimmt und gleichzeitig viele Fahrzeuge in der Rampe der Anschlussstelle auffahren wollen. Reduziert sich das Verkehrsaufkommen wieder, schaltet sich die Anlage ab“, hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW vor der Inbetriebnahme mitgeteilt.
Betroffene Berufspendler können das nicht nachvollziehen und sind aufgrund der chaotischen Verhältnisse insbesondere morgens erheblich verärgert. „Das ist eine absolute Zumutung für die Dormagener. Die Rückstaus sind unter keinen Umständen tragbar. Richtung Dormagen staut es sich zurück bis zum Bahnhof, dann kommt der Verkehr vom TopWest und aus Horrem dazu. Ich wohne in Rheinfeld und brauche nun mehr als 25 Minuten allein ab der Bahnunterführung bis zur Auffahrt“, schreibt eine Leserin der Redaktion. Der jetzt entstehende zeitliche Aufwand sowie das Chaos um die Autobahnauffahrt herum in sämtliche Richtungen stehe in keinem Verhältnis zu einem positiven Effekt auf der A 57 selbst. „Dort staut es sich weiter etwa in der Höhe des Nievenheimer Rastplatzes“, so die Rheinfelderin. Wer aus Delhoven kommt, ist zeitlich offenbar noch schlimmer dran: Der Rückstau beginnt schon am Ortsrand an der Abzweigung ins Neubaugebiet „Im Gansdahl“. Betroffen sind aber nicht nur Berufspendler, die auf die Autobahn müssen, sondern auch Autofahrer, die über die Autobahn hinweg zum Beispiel zum Schulzentrum am Bahnhof müssen.
Hinzu kommt das gestiegene Unfallrisiko im Kreuzungsbereich zur Autobahnauffahrt. Dort stehen die Fahrzeuge oftmals nebeneinander, weil sie eine „Ampelendphase“ ausgenutzt haben, um schnell noch abzubiegen. Dann kommen Autos aus der Alten Heerstraße dazu – und schon ist die Kreuzung fast ganz blockiert, was wiederum den Verkehr in Richtung Innenstadt behindert. (Oliver Baum)

Kommentare sind geschlossen.