Reparaturen würden wohl etwa 8.000 € kosten

Der Brunnen vor dem Historischen Rathaus ist schon länger defekt. (Foto: -oli)

Der städtische Hauptausschuss hat am vergangenen Donnerstag einstimmig das Thema „Brunnen vor dem Historischen Rathaus“ an den Kulturauschuss abgegeben. Hintergrund: Zu Beginn der Brunnensaison im vergangenen Jahr musste die Anlage außer Betrieb genommen werden. Die in die Jahre gekommene Technik – der Brunnen an der Kölner Straße wurde 1988 eingeweiht – wies mehrere erhebliche Mängel auf. Trotz mehrfacher Reparaturversuche durch den städtischen Bauhof konnten nicht alle Mängel behoben werden.

Hauptproblem ist der ständige Wasserverlust, der vermutlich durch Undichtigkeiten in der Wasserrückleitung verursacht wird. Nach jeder Neubefüllung mit Wasser lief die Pumpe schon nach einem Tag trocken, was zur Abschaltung führte. Auch der Trockenlaufschutz und die automatische Frischwasserbefüllung sind defekt. Fugen rund um die etwa 3,40 Meter hohe Brunnenstele, die mit glasierten, bemalten Terrakotta-Platten besetzt ist, die die Stadtgeschichte zeigen, sind undicht und müssten inklusive der Hofabläufe komplett erneuert werden. Vorsichtige Schätzungen der Verwaltung zu den Kosten bei Reparatur der dringendsten Mängel enden bei etwa 8.000 € zuzüglich der Pflasterarbeiten, die der städtische Bauhof erbringen könnte. Die Verwaltung hatte in der Drucksache vorgeschlagen, die Stele an der heutigen Stelle stehen und das Wasser abgestellt zu lassen. Der tiefer liegende Pflasterbereich sollte auf das Niveau des Platzes angehoben werden. Die Sparkasse Neuss, die den Bau des Brunnens seinerzeit gefördert hatte, wäre mit dieser Vorgehensweise einverstanden. Nicht aber einige Dormagener, bei denen das Thema in den vergangenen Wochen bereits zu einigen Diskussionen bei Facebook geführt hatte. Online boten sich auch schon Spender an, um die für die Reparatur erforderliche Summe anzuschieben. Detlev Zenk (SPD) warb dafür, den Brunnen auch zukünftig als Bestandteil der Innenstadt anzusehen: „Andere Städte feiern Brunnenfeste.“ Es sollte das Ziel sein, die Reparaturkosten zu senken. Kai Weber (CDU) beantragte, das Thema in den Kulturaussschuss zu verschieben: „Da gehört es fachlich hin. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Stele einmal ein Denkmal sein könnte.“ (Oliver Baum; RA vom 28.2.2018)

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