Mehrheitliche Ausschusssteilvorlage für den Stadtrat

Bau einer neuen Dreifeldschulsporthalle am Schulzentrum Dormagen-Nord für 5,4 Millionen €

Mehrheitliche Ausschusssteilvorlage für den Stadtrat

Die Beschlussempfehlung für den Stadtrat wurde am vergangenen Donnerstagabend in einer gemeinsamen Mammutsitzung von Sportausschuss, Schulausschuss, Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Dormagen und des Hauptausschusses auf den Weg gebracht. In allen Ausschüssen stimmte nur die Zentrums-Fraktion gegen diese Vorgehensweise. In der Abstimmung für den Hauptausschuss kam dann noch eine Enthaltung der Fraktion „Freier Demokratischer Bund/Ein Herz für Dormagen“ hinzu. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Sportausschuss mehrheitlich beschlossen, die Sporthalle an der Beethovenstraße aufzugeben. Im Sportraumgutachten war aber festgestellt worden, dass die Fläche nicht ersatzlos wegfallen kann. Aktuell sind im dortigen Bereich „0,9 Turnhallen-Angelegenheiten“ für den Schulsport zu wenig. Parallel dazu gibt es Sanierungsbedarf in der BvA-Turnhalle und an der Doppelturnhalle am Chorbusch. Im Hinblick auf den Vergleich von Investitions- und Sanierungskosten sowie mit Blick auf die Betriebskosten hatte die Verwaltung schon damals vorgeschlagen, beide Hallen zugunsten eines Neubaus mit drei Sportfelder aufzugeben. Der Sportausschuss war sich aber darin einig, die Entscheidung für ein solches Großprojekt nur im Einvernehmen mit den anderen, betroffenen Fachausschüssen zu treffen (der RA berichtete). Die Halle am Chorbusch ist aktuell wegen einer zu hohen PCB-Belastung schon geschlossen. „Sie wurde dort aber auch nicht mehr für die Schule benötigt“, führte Kämmerin Tanja Gaspers am vergangenen Donnerstag aus. Bei der Sanierung aller drei Hallen kam die Verwaltung auf ein Kostenvolumen von knapp fünf Millionen €. Die Kosten für den Bau einer neuen Dreifeldhalle werden mit rund 5,4 Millionen € veranschlagt. Im Vergleich zum Neubau einer Zweifeldhalle ergeben sich rund 263.000 € an Mehrkosten, die sich aber innerhalb von fünf Jahren aufgrund von Einsparungen im Betrieb und bei der Energie amortisieren würden. Der Betrieb der neuen Dreifachhalle wäre gegenüber den drei alten Turnhallen jährlich knapp 58.000 € günstiger. Hans-Joachim Woitzik kritisierte für das Zentrum, dass die Sanierung der Halle am Chorbusch „auf einmal deutlich teurer ist als in alten Vorlagen“. Es seien „noch nicht alle Zahlen klar“. Martin Seewald hielt für die CDU dagegen, dass es unstreitig sei, dass „wir mehr Hallenflächen für den Schulsport schaffen müssen. Die Frage der Wirtschaftlichkeit ist nachrangig.“ Gaspers verwies darauf, dass die Verwaltung nach den Vorberatungen im Sportausschuss „die Kostenstrukturen weiterentwickelt“ habe. Außerdem sei es in der ersten Vorlage nicht um eine komplette Sanierung, sondern „nur um Teilgewerke gegangen“. (Oliver Baum; Rheinischer Anzeiger vom 21.2.2018)

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