Eine erste Million für die „Gute Schule“

Der städtische Schulausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden, was mit dem ersten Viertel der bis zum Jahr 2020 zur Verfügung stehenden vier Millionen € aus dem Landesförderprogramm „Gute Schule 2020“ geschieht. Alle 18 Schulstandorte im Stadtgebiet sollen iPads und Multifunktionsbildschirme erhalten.

Nicht nur wegen der bevorstehenden Anschaffungen, sondern auch wegen der jüngsten Einbrüche wird im Bettina-von-Arnim-Gymnasium eine Alarmanalage installiert. (Foto: Archiv)

Konkret sollen sogenannte „Active Panels“ angeschafft werden, die fest montiert werden und schwenkbare Tafelflügel haben. Es handelt sich um sehr große Bildschirme, die multifunktional sind und die bisherige Präsentationstechnik mit Beamern oder auf Flip-Charts ablösen sollen. Nach einer Testphase am Bettina-von-Arnim-Gymnasium bekommen alle weiterführenden Schulen sogar einen zweiten XXL-Flachbildschirm, von dem jeder einzelne rund 5.000 € kostet. Dazu gibt es für jeden Schulstandort einen Klassensatz mit 30 iPads, ein bis zwei iPads mit einem höheren Speichervolumen für die Lehrer, einen Drucker und einen WLAN-Acces-Point. „In einem zweiten Schritt sollen die weiterführenden Schulen in diesem Jahr weitere 139 Hotspots erhalten, um die interne Kommunikation an den Schulen zu gewährleisten und zu verbessern. Unter dem Strich sind es dann 1,06 Millionen €, die ausgegeben werden“, hatte der zuständige Erste Beigeordnete der Stadt Dormagen, Robert Krumbein, im Schulausschuss ausgeführt. Ob es dabei bleibt oder möglicherweise weitere 200.000 € benötigt werden, konnte das Mitglied des Verwaltungsvorstandes nicht ausschließen. Er verwies deshalb schon auf die Haushaltsberatungen für das Jahr 2019, in denen es auch um die weitere Ausstattung der weiterführenden Schulen mit Endgeräten gehen wird. Der Schuldezernent sagt aber auch: „Ohne einen Glasfaseranschluss wäre es nicht sinnvoll, 150 € teure Geräte anzuschaffen.“ Auf dem Glasfaserausbau ruhen die Hoffnungen bei Stadt und in den Schulen, damit endlich ein schneller Datentransfer möglich ist. Auf der Ebene des Rhein-Kreises Neuss war die Zielsetzung ausgegeben worden, dass alle Schulen im Kreisgebiet bis Ende des kommenden Jahres einen Anschluss an das Glasfasernetz bekommen. Die Gelder dafür kommen aus einem Förderprogramm des Bundes, das vor Ort von der Kreisverwaltung projektiert wird. Krumbein ergänzte, dass neben den reinen Ausbau- und Anschaffungskosten auch die laufenden Kosten für den Betrieb und Einsatz der Hardware berücksichtigt werden müssen. Dafür veranschlagt die Stadt im laufenden Jahr 14.000 €, ab dem kommenden Jahr sind es dann 28.000 € jährlich. Für die CDU-Fraktion wies die schulpolitische Sprecherin Carola Westerheide auf ein europäisches Förderprogramm für den WLAN-Ausbau insbesondere an Bildungseinrichtungen hin. Die Verwaltung sagte in der Ausschusssitzung zu, sich über diese mögliche zusätzliche Förderung zu informieren. Wie die restlichen drei Millionen € aus dem Förderprogramm investiert werden sollen, ist noch nicht entschieden. Bislang galt die Festlegung: zwei Millionen € für die Digitalisierung, zwei Millionen € in bauliche Veränderungen. Ob es dabei bleibt, werden die Haushaltsberatungen für 2019 zeigen. Auf der Basis des einstimmigen Beschlusses im Schulausschuss wollte die Verwaltung sofort die Ausschreibung starten – mit einer vierwöchigen Laufzeit. Inklusive Liefer- und Montagezeit rechnete Krumbein damit, dass die Geräte noch vor den Sommerferien einsetzbar sein werden. Dann folgen noch Schulungen. Die neuen Geräte werden gegen Diebstahl und Vandalismus versichert. Die digitalisierten Klassenräume sollen zudem eine Alarmanlage erhalten. (-oli)

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