Dusko Bilanovic ab Juli 2019 neuer TSV-Trainer

Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen hat vor Beginn der laufenden Saison den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Das wird angesichts von fünf direkten Absteigern sehr schwer, scheint aber nach acht absolvierten Saisonspielen im Bereich des sportlich Möglichen zu sein. Der TSV will sich zudem gerne langfristig in der Zweiten Liga etablieren. Geschäftsführer und Kompetenzteam setzen dabei auf eine weitere Professionalisierung. Erste gravierende personelle Folge: Zur Saison 2019/20 wurde ein neuer, hauptamtlicher Cheftrainer verpflichtet.

Übernimmt nach der laufenden Saison die TSV-Handballer: Dusko Bilanovic. (Foto: TSV)

Vorangegangen war die frühzeitige Entscheidung, den Vertrag mit dem aktuellen Trainer Ulli Kriebel, der am 30. Juni 2019 ausläuft, nicht zu verlängern. Über diese Personalie wurde die Mannschaft am vergangenen Freitag (5. Oktober) direkt nach dem mit 34:35 verlorenen Heimspiel gegen Essen informiert. Gestern Abend (9. Oktober) trat Handball-Geschäftsführer Björn Barthel erneut vor die Mannschaft, um den Namen des neuen Trainers bekannt zu geben. Kurz danach veröffentlichte der Verein die Personalie über seinen Newsletter.
Demnach wird Dusko Bilanovic ab dem 1. Juli 2019 neuer Handball-Cheftrainer am Höhenberg. Der im serbischen Belgrad geborene Bilanovic lebt seit 1994 in Deutschland und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Im Jahr 2004 machte er an der Sportakademie Belgrad den Abschluss zum höheren Sporttrainer. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wird mit der Aufnahme seiner hauptamtlichen Tätigkeit von Aurich nach Dormagen umziehen. Der Trainervertrag mit dem TSV gilt für zwei Jahre. Der 47-Jährige kennt den deutschen Handball aus zahlreichen Stationen als Spieler und Trainer. Bevor er 1994 zum VfL Pfullingen und damit seiner ersten Station in Deutschland wechselte, spielte Bilanovic in Frankreich und in Italien. Seine Laufbahn als Handballspieler begann 1985 bei Roter Stern Belgrad, wo er sechs Jahre in der ersten jugoslawischen Liga aktiv war. Sein erstes Traineramt übernahm er von 2008 bis 2013 beim OHV Aurich. In der Saison 2015/16 war er bei ART Düsseldorf für erste Mannschaft und A-Jugend zuständig. In der Saison 2016/17 trainierte er den HSC Norderstedt/Henstedt-Ulzburg. Für eine Übergangszeit von einem halben Jahr coachte er Ende der Saison 2017/18 die HSG Krefeld.
Nach Informationen des RA war die Mannschaft nach dem Essen-Spiel völlig überrascht, als die davon erfuhr, dass Kriebel nur noch bis zum Saisonende ihr Trainer sein wird. Immerhin steht der TSV als Aufsteiger aktuell mit 7:9 Punkten auf dem elften Tabellenplatz ordentlich da. „Nach Beratungen insbesondere mit den Gesellschaftern und dem sportlichen Kompetenzteam sind wir der Auffassung, dass die konzeptionellen Überlegungen mittelfristig ohne einen hauptamtlichen Trainer nicht umzusetzen sind“, erklärte Barthel. Der Diplom-Ingenieur im Maschinenbau, der dreifacher Familienvater ist, stehe hauptberuflich nicht zur Verfügung und könne deshalb den für den Verein wichtigen zeitlichen Mehraufwand dauerhaft nicht leisten. Barthel: „Die gewachsenen Aufgaben und die Bedeutung der Trainerfunktion machen die vollzeitliche Einbindung zukünftig unabdingbar.“ Die aktuelle sportliche Situation zeige, dass Kriebel und sein Team auf einem guten Weg seien, um das Saisonziel zu erreichen. Schon am 2. Oktober war im Solinger Tageblatt auf der Lokalsportseite ein Artikel erschienen, in dem Kriebel erklärte, er werde sich zur neuen Saison neu orientieren. Der 40-Jährige erklärte, die Gespräche mit dem Verein seien „abgeschlossen“. Es obliege dem TSV darüber zu informieren. (Oliver Baum)

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