Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus

Am Dienstag, 3. April, erreichten die Polizei im Rhein-Kreis Neuss Hinweise auf offenbar betrügerische Anrufe, bei denen sich bislang Unbekannte als Polizeibeamte ausgaben. Einen solchen Anruf erhielten auch zwei Bewohner aus Korschenbroich und Dormagen. Am anderen Ende der Leitung behauptete ein „Oberkommissar“, von der Polizei zu sein. Man habe Einbrecher festgenommen und dabei Notizen mit der Anschrift der Angerufenen gefunden. Während des Telefonats fragte der Unbekannte nach Wertsachen und Bargeld. Beide schöpften Verdacht, durchschauten glücklicherweise die betrügerische Masche und ließen sich nicht darauf ein, irgendwelche Informationen herauszugeben.

In den vorliegenden Fällen kam es dann zu keiner weiteren Kontaktaufnahme, so dass auch kein Schaden entstand. Obwohl die Täter immer öfter auf aufgeklärte Bürger treffen, verzeichnet die Polizei weiterhin Betrugsversuche dieser Art. Deshalb ist es wichtig, auch zukünftig misstrauisch zu sein, wenn Unbekannte am Telefon um Geld bitten oder Auskunft über deren Besitzverhältnisse erheben. Den Trickbetrügern kann nur wirksam begegnet werden, wenn potentielle Opfer die „Maschen“ kennen und wissen, wie sie sich im Fall eines solchen Anrufes verhalten sollen. Die Polizei wird sich niemals am Telefon nach ihren Vermögensverhältnissen erkundigen oder anbieten, Schmuck und Bargeld aus Sicherheitsgründen in Verwahrung zu nehmen. Es ist daher entscheidend, nicht auf die Forderungen einzugehen und unmittelbar nach dem Gespräch die richtige Polizei (Tel. 110) zu verständigen. (pol/-oli)

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