Am Freitagabend Daumen drücken für „VoiceOver“

Insgesamt 20 Chöre aus Nordrhein-Westfalen, darunter der Dormagener Jugendchor „VoiceOver“, treten zum Casting-Wettbewerb „Der beste Chor im Westen 2018“ an. Wer sich bei den Vorentscheiden am besten präsentiert, kommt in das Halbfinale am 7. Dezember. Das Finale steigt am 14. Dezember. Der WDR sendet die beiden letzten Runden live aus dem Studio in Köln-Bocklemünd. Die Ausstrahlungen der beiden Vorentscheide sind am Freitag, 23. November, ab 20.15 Uhr und eine Woche später zur gleichen Zeit. Als Preis warten auf den Gewinner ein Auftritt mit dem Rundfunkchor in seiner Heimatstadt und ein Preisgeld von 10.000 €.
 
In der Jury sitzen Sänger und Moderator Giovanni Zarrella, Natalie Horler, Frontfrau des Trios „Cascada“, Jane Comerford, Leadsängerin der Country-Band „Texas Lightning“, und Rolf Schmitz-Malburg vom Rundfunkchor des WDR. Beim Vorentscheid in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Duisburg-Nord traten am vergangenen Samstagabend folgende zehn Chöre an, von denen fünf von der Jury für das Halbfinale nominiert wurden: Die Erben (Köln), Vayrocana Gospelgroup (Krefeld), Mseventyfive (Moitzfeld), musical kids Rheinhausen (Duisburg), silk-O-phonics (Krefeld), Soulville Jazz Singers (Düsseldorf), Trallafitti Showchor (Dortmund), Unity-Chor der ESG Münster, vocal ensemble credo (Bottrop) und „VoiceOver“.

Beim ambitionierten Jugendchor aus dem Chorhaus St. Michael Dormagen, der bei der Aufzeichnung der Fernsehsendung von Lisa Meier und Felix Schirmer begleitet wurde, steht neben dem Spaß am gemeinsamen Singen vor allem die Stimmbildung im Vordergrund. Die drei Chorleiter (in Duisburg fehlte David Mertin) arbeiten intensiv mit den Kindern und Jugendlichen, damit sie das Instrument „Stimme“ in allen Facetten – nicht zuletzt bei Auftritten in der Öffentlichkeit – gezielt einsetzen können. Eine Besonderheit, die nach dem Auftritt am vergangenen Samstagabend von der Jury übrigens explizit lobend erwähnt wurde. Für den Auftritt bei „Der beste Chor im Westen“ wurde ein internes Vorsingen veranstaltet. So trat der Chor beim Vorentscheid mit 21 Stimmen zwischen 13 und 24 Jahren an. Gesungen wurde der Song „Sway“ im Arragement von Kirby Shaw. Während Meier den Chor dirigierte, spielte Schirmer am Klavier. Die dreiköpfige Begleitband komplettierten zwei Studenten der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Zwei Minuten lang gab „VoiceOver“ vor den laufenden Kameras sein Bestes.

Die etwa 70-köpfige Fangruppe von „VoiceOver“ gehörte beim Vorentscheid in Duisburg am vergangenen Samstagabend zu denen, die am meisten für Stimmung sorgte. (Foto: privat)

Für mächtig viel Stimmung in der mit 1.000 Zuschauern voll besetzten Halle der Kraftzentrale sorgte eine etwa 70-köpfige Fangruppe aus Dormagen rund um den Chorhaus-Vorsitzenden Willy Schlömer. Das von Familie Preuss hergestellte Banner für „VoiceOver“ war über die Dauer der rund zweieinhalbstündigen Fernsehaufzeichnung in der einen oder anderen Einstellung auf den Bildschirmen und Monitoren zu sehen. Zu sehen waren auch die zehn Chöre, die im „Greenroom“ hinter der Bühne saßen, dort aber immer wieder zugeschaltet wurden. „Die Stimmung war super, sehr kollegial und positiv den anderen Gruppen gegenüber“, berichtete Schirmer hinterher. „Wenn ein anderer Chor von der Bühne kam, haben alle für den Auftritt applaudiert. Das war wirklich schön“, so der Koordinator der Kinder- und Jugendchöre im Chorhaus weiter. Ob er und seine Mitstreiter bei der Bekanntgabe der fünf Halbfinalisten jubeln durften, das können alle Interessierten am Freitag ab 20.15 Uhr im WDR sehen. Denn dann wird der von Marco Schreyl moderierte erste Vorentscheid gesendet. Übrigens: Die Bekanntgabe der Chöre, die ins Halbfinale kamen, erfolgte immer paarweise – also ein Chor kam weiter, der andere hatte das Nachsehen. Dabei entpuppte sich Schlömer als „Orakel“ mit hundertprozentiger Treffsicherheit. Fragen an den Hackenbroicher vor der Ausstrahlung am Freitagabend lohnen sich aber nicht: Alle Teilnehmer vor Ort sind vom Sender zur Geheimhaltung verpflichtet worden. Deshalb einfach übermorgen um 20.15 Uhr einschalten und vor dem Fernseher Daumen drücken für „VoiceOver“. (Oliver Baum)

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